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Quelle: Main Post

TSV Kleinrinderfeld gibt aufstrebendem Trainer eine Chance

Wer Tobias Jäger ab Sommer beim Fußball-Landesligisten beerbt und warum der Neue Sportleiter Peter Engert überzeugt hat.

Von Natalie Greß Main Post 17.02.2020

Der TSV Kleinrinderfeld hat einen Nachfolger für seinen scheidenden Trainer Tobias Jäger gefunden. Alexander Münz übernimmt zur neuen Saison die Verantwortung beim Fußball-Landesligisten. Das gab der Verein am Montag gegenüber dieser Redaktion bekannt. Münz lebt in Ochsenfurt, ist 46 Jahre alt, Berufssoldat und derzeit im dritten Jahr Coach beim Kreisklassisten TSV Viktoria Homburg.

"Wir haben Gespräche mit mehreren Kandidaten geführt", erklärt Kleinrinderfelds Sportleiter Peter Engert auf Nachfrage. "Die Bewerbung von Alexander Münz war am aussagekräftigsten, sein fachliches Denken und seine Trainingsidee haben mir sehr gut gefallen und mich überzeugt." Grundsätzlich habe er selbst "ein Faible dafür, Neues auszuprobieren", so Engert.

TSV muss mehrere Abgänge ersetzen

Das Risiko, dass der Neue bislang keine höherklassige Trainererfahrung hat, hält der Sportleiter für überschaubar. "Dafür hat er die B- und die DFB-Elite-Jugend-Lizenz. Und er will auch noch den A-Schein machen. Das zeigt seine Motivation und seinen Ehrgeiz", sagt Engert. Er findet: "Man muss auch aufstrebenden Trainern eine Chance geben." Zwar sei die Landesliga "nicht vergleichbar mit dem Niveau in der Kreisliga oder -klasse", aber es gebe eben auch nicht viele etablierte Landesliga-Trainer in der Region.

Münz zeige bereits jetzt ausgeprägtes "Engagement bei Suche nach jungem, hungrigem Nachwuchs" und der Zusammenstellung des Kaders für die kommenden Saison. Der TSV muss mehrere Spieler ersetzten, unter anderem stehen als Abgänge Sinan Bilgin, Oliver Pfeuffer, Dominik Szabo und Magnus Rentzsch bereits fest.

Tobias Jäger hatte seinen Abschied aus Kleinrinderfeld nach zwei Jahren bereits Ende Januar angekündigt. Er wird sich beruflich verändern und laut Engert erst mal eine fußballerische Pause einlegen.

anpfiff.info von Alexander Rausch

Der TSV Kleinrinderfeld ist auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter fündig geworden. Alexander Münz wird ab der kommenden Saison die Blau-Weißen anleiten. Tobias Jäger hatte bereits im Winter angekündigt, aufgrund beruflicher Veränderungen sein Engagement zu beenden. Die Möglichkeit für Münz, der aktuell den Kreisklassisten TSV Homburg anleitet, sich höherklassig zu beweisen.

 

„Nachdem ich gehört hatte, dass Tobias im Sommer aufhört, bin ich aktiv auf den Verein zugegangen und habe das Gespräch gesucht“, berichtet der vierfache Familienvater Münz. Auch Sportleiter Peter Engert, Münz erster Ansprechpartner, hat das Auftreten des gebürtigen Ochsenfurters imponiert. Er sei sehr engagiert und habe einen sehr guten Eindruck in den Gesprächen hinterlassen. Natürlich wisse der Funktionär, dass Münz bisher nur Mannschaften in der A-Klasse und Kreisklasse betreute, aber das war kein Hindernis: „Alexander verfügt über die Elite-Jugend-Lizenz und wird zeitnah seine A-Lizenz in Angriff nehmen. Also warum sollten wir ihm nicht die Chance geben, sich in der Landesliga zu beweisen. Die Voraussetzungen dazu hat er.“

Münz selbstbewusst

Und auch Münz traut sich den Schritt zu: „Es war immer mein Wunsch, eine Mannschaft oberhalb der Kreisliga zu trainieren, um mich als Trainer weiterzuentwickeln. Daraus habe ich nie ein Geheimnis gemacht und ich bin überzeugt, dass es das Richtige ist.“ Dabei hofft der 46-Jährige natürlich, dass der TSV den Klassenerhalt schafft. Die Chancen dazu stehen nicht schlecht. Schließlich stehen die Blau-Weißen aktuell oberhalb der unteren Relegationsplätze.

„Die Jungs werden alles tun, um die Liga zu halten“, ist sich Peter Engert sicher, selbst wenn die Personaldecke im Winter wieder dünner wurde. Bastian Götzfried wechselte nach Kirchheim, Dominik Szabo nach Eibelstadt und Sinan Bilgin nach Wiesentheid. Dem gegenüber stehen mit Rückkehrer Tim Schlachter und Ruben Vadai (FC Würzburger Kickers 2) nur zwei Neue. Andreas Grebe kommt aus einer Verletzung zurück.

Kader wird sich verändern

Auch im Sommer drohen wieder Abgänge. Tobias Jäger, der sporadisch aushalf, geht. Auch Magnus Rentzsch verlässt dann nach fünf Jahren den Verein. Der 34-Jährige geht als Spielertrainer nach Veitshöchheim. Levi Wendel geht studienbedingt ins Ausland. „Die Kaderplanungen laufen und wir hoffen, in den kommenden Wochen einige Namen präsentieren zu können“, so Engert, der vor allem das familiäre Umfeld als großes Plus sieht.

Vor allem mit Spielern, die aus dem Juniorenbereich kommen, hätten die Verantwortlichen in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht. Lukas Hemm, Julian Schneider oder Raul Kaupa, die im Sommer aus der U19 des Würzburger FV kamen, haben sich bewiesen. Auch Jannis Thein im Vorjahr. Engert sieht der TSV als gutes Pflaster, sich weiterzuentwickeln und erste Schritte im Herrenbereich zu gehen. Hoffentlich weiterhin in der Landesliga.

Was Kleinrinderfeld an den Kramosch-Brüdern hat

 Quelle: Main Post Tim Schäflein 01.08.19

SV Euerbach/Kützberg (13./4) - TSV Kleinrinderfeld (15./3)

(Sonntag, 15 Uhr, Sportgelände Euerbach)

166 Spiele für den TSV Kleinrinderfeld, 65 Tore, 27 Assists - das ist die beeindruckende Quote von Stürmer Sandro Kramosch. Seit 2013 ist er mit seinem Zwillingsbruder Marco bei den Blau-Weißen aktiv. Einzige Unterbrechung: Marcos Intermezzo bei der SpVgg Giebelstadt in der Kreisliga in der Saison 2014/2015.

Harald Funsch war es, der die Brüder vor neun Jahren nach Kleinrinderfeld gelockte hatte. Im Gegensatz zu Sandro kam Marco unter dem heute 55- jährigen Trainer allerdings nur zu wenigen Einsätzen. Er sei nervös gewesen und habe sich nicht wohlgefühlt: ''Dann denkst du dir, warum er und warum ich nicht?'' Als Funsch Kleinrinderfeld 2015 verließ, wechselte Marco zurück an die Seite von Sandro - Vereinstreue zum TSV, die bis heute hält.

Dass die Kramoschs nicht nur auf dem Fußballplatz zusammengehören, merkt man im Gespräch mit ihnen sofort. Beide kommen zusammen mit Torwart Andrei Cosmin am Sportgelände in Kleinrinderfeld an, wer sie nicht kennt, kann sie auf den ersten Blick nicht voneinander unterscheiden. Die 25-Jährigen wohnen in einer gemeinsamen Wohnung, haben denselben Freundeskreis und dieselben Interessen. Schon immer an Nummer eins steht der Fußball, doch auch andere Sportarten wie Basketball oder Tischtennis probieren sie gerne aus. Dass es beim Bolzen in der Kindheit, wie bei wohl allen Brüdern, auch mal ruppig zuging, weil keiner verlieren wollte, ist klar. ''Da ging es auf jeden Fall gut zur Sache!'', sind sich die Zwillinge einig.

''Da ging es auf jeden Fall gut zur Sache!''

Die beiden Brüder über ihre gemeinsame Kindheit beim Bolzen

Im Spiel gegen Ex-Coach Funsch und dessen ASV Rimpar am vergangenen Sonntag musste Sandro zunächst ohne seinen Bruder auskommen, denn Marco, erst aus dem Urlaub zurückgekommen, saß zunächst auf der Bank. Er sah mit an, wie Sandro erst vom Elfmeterpunkt scheiterte und dann kurz vor der Pause doch zum 1:2 traf. Zur zweiten Halbzeit kam Marco dann auch zum Einsatz - es wurde Zeit, die vor dem Spiel getätigte Ansage ,,Klar netz ich'' in die Tat umzusetzen. Gegen den Ex-Coach sei er schließlich immer besonders heiß.

In der 78. Spielminute wurde Marco im Strafraum zu Fall gebracht, der Schiri pfiff. Marco erklärt seinem Bruder bereits, dass er den Elfmeter diesmal selbst schießenwerde - doch dazu kam es nicht. Denn anstatt des erwarteten Elfmeters bekam Marco die Gelb-Rote Karte für eine angebliche Schwalbe. Und statt des möglichen Anschlusstreffers kassierte Kleinrinderfeld zwei Minuten später das Gegentor zum 1:4-Endstand. Die bittere Niederlage gegen Rimpar haben die Brüder aber nicht nur am Schiedsrichter festgemacht. 

Auch wenn es gegen Rimpar nicht so gut lief - die Kramosch-Zwillinge sind ein immens wichtiger Bestandteil im Spiel des TSV. "Sandro kann Spiele entscheiden'', sagt Marco. Und Marco mache mit seiner Quirligkeit ''den Unterschied, egal wo er spielt, ob Mittelfeld oder Abwehr'', sagt Sandro. Für Trainer Tobias Jäger sind die beiden ''von der Leistung her und auch als Typen nicht mehr wegzudenken''.

Auch wenn die Brüder sicherlich bei einem Bayernligisten Fuß fassen könnten, zeigen sich beide loyal gegenüber ihrem Klub: ''Hier sind das Umfeld und die Kameradschaft überragend'', erklärt Sandro. Deswegen wollen beide lieber mit Kleinrinderfeld das Bestmögliche herausholen, schließlich sei ''die Liga relativ ausgeglichen, vielleicht passiert ja etwas ganz Unterwartetes''.

''Scheiße, da sind wir schon 30!''

Marco Kramosch auf die Frage wo er sich in Fünf Jahren sieht.

Wo sich die Kramoschs in fünf Jahren sehen? ''Scheiße, da sind wir schon 30!", bemerkt Marco und lacht. Sandro meint: ''Ich denke, dass ich auf jeden Fall noch hier spielen werde.'' Und Marco ergänzt: ''Ich bin da, wo er ist.'' Für beide ist klar, dass es sie auf dem Fußballplatz nur noch gemeinsam geben wird.

Samstag, 07.03.2020

16 Uhr

gegen SV Friesen

fällt aus

Sonntag, 15.03.2020

15:00 Uhr gegen

SV Memmelsdorf

fällt aus

Yoga

Kevin Engert

Zur Homepage: www.ananda-life.de